Kontiniuerliche Wertschöpfung

Veröffentlicht am Jan 30, 2012 unter Wissen

Ein Grundgedanke in agilen Prozessen wie Scrum ist es, in Intervallen potentiell auslieferbare Produkt- oder Projektstände zu erzeugen. Jetzt kann man sich fragen, warum dies ein Vorteil zu anderen Produktionsphilosophien ist?

An jedem Intervallende habe ich die Möglichkeit, mein Produkt meinem Kunden oder Anwender zur Verfügung zu stellen. Damit ist die Zeitspanne, bis ich mit neuen Funktionen am Markt oder beim Kunden bin sehr kurz. Diese Taktung können oft nur wenige Mitbewerber erreichen. Sobald die Anwendung so ausgeliefert ein Mindestmaß an Nutzwert für die Zielgruppe darstellt, kann abgerechnet oder anderweitig monetarisiert werden.

Was bei Großprojekten oft Monate und Jahre dauert, beginnt hier von Anfang an. Darüber hinaus habe ich frühes Feedback meiner Anwender, welches maßgeblich in meine Produktgestaltung einfließen kann und so eine gute langfristig erfolgreiche Positionierung am Markt sichern kann.

Spinnt man den Gedanken der häufigen Auslierferung weiter, kommt man schnell zu der Erkenntnis, dass solche Lieferintervalle bestimmte technische Voraussetzungen haben: Kontinuierliche Integration, automatische Tests und schnell durchführbare Deploymentprozesse. Hat man diesen Reifegrad erreicht, entsteht quasi mit jedem Feature, dass ein Team in einer Iteration abschließt, Wertschöpfung für das Unternehmen. Welche Projekte können das schon behaupten?

In der Realität ist dies für viele Unternehmen ein Weg, der Mut, Ausdauer und Kraft kostet. Und vielleicht liegt gerade hier das Potential, sich vom Mitbewerber abzuheben oder auch als interner Dienstleister überzeugen zu können. Noch sind es wenige Firmen, die so weit gegangen sind und ich bin mir sicher: es werden jedes Jahr mehr werden.