Play4Agile 2012 – Ernsthaftes Spielen lernen

Veröffentlicht am Feb 26, 2012 unter Community

Vorletztes Wochenende war ich bei der  Play4Agile Unkonferenz in Rückersbach bei Frankfurt. Über 70 Teilnehmer aus der ganzen Welt hatten sich dort versammelt, um an neuen und alten professionellen Trainingssimulationen und empirischen Erlebnissen (kurz: Spielen) für Erwachsene zu arbeiten. Der Untertitel der Konferenz steckte in diesem Jahr mit „High Playformance For Agile Teams“ die Erwartungen hoch.

Doch warum gibt es solch eine Veranstaltung überhaupt? Braucht die Unternehmenswelt hier einen Fortschritt? Spiele und professionelle Berufswelt, ist das überhaupt vereinbar?

Der Beruf des Agile Coaches beinhaltet die Vermittlung von Wissen und entscheidenden Erkenntnissen. Wer einen Coach in sein Unternehmen bestellt, möchte eine Veränderung in Richtung „agile Arbeitsweise“. Richtig eingesetzt, helfen Spiele dabei, Gegebenheiten erlebbar zu machen, so dass sie im Gedächtnis bleiben. Wer Freude beim Lernen hat, lernt leichter.

Wer sich im Trainingsmarkt umsieht, weiß, dass solche Lernformen längst ein Standard in offenen und geschlossenen Seminaren sind. Der Transfer dieser Methodik in den Coaching-Kontext ist also eine konsequente Fortsetzung einer erfolgreichen Lehrstrategie.

Viele tolle Sessions waren bei diesem Open Space dabei: Über Service Design Thinking, AgileFairytales und Teamentwicklungsspielen stand für mich vorwiegend das Thema, wie Teamleiter und Linienmanager neue Prinzipien und Arbeitsweisen begreifen dürfen.

Ein Vortrag der den Prozess der Spielerstellung erklärte, war dafür eine tolle Grundlage und schnell fanden sich mehrere Gruppen, die an neuen Spielideen arbeiteten und diese mit Teilnehmern testen konnten. Das abendliche Networking über die drei Tage war sicherlich ein Highlight für viele und die Organisatoren haben einen großen Dank verdient.

Auf den Punkt gebracht: Schön, in solch einer vielseitigen und inspirierenden Community tätig zu sein.