Agile Spieleentwicklung an der SRH Hochschule Heidelberg

Veröffentlicht am Mai 22, 2013 unter Allgemein

Scrum lernen mit simulierter ProduktentwicklungSeit Herbst 2010 kann man in Heidelberg den Studiengang „Virtuelle Realitäten“ an Deutschlands ältester privaten Präsenzhochschule studieren. Dieser Bachelor-Studiengang verbindet künstlerisch-kreative Aspekte mit klassischer Informatik. Also die Grundlage dafür, was ein Spieleentwickler heute können muss, um den nächsten AppStore-Download-Erfolg zu schaffen oder den Spielehit für den Heim-PC zu landen.

Auch die Spieleindustrie arbeitet teils schon seit Jahren agil, kurze Feedbackzyklen, Teamarbeit und Risikoreduktion sind auch hier wichtig, um erfolgreich zu sein. Folglich gehört es auf den Lehrplan.

Im Rahmen der Software Engineering Vorlesung der Hochschule SRH Heidelberg hatten die Studenten und Studentinnen die Möglichkeit, agile Methoden in Theorie und Praxis zu erleben. In einem Tagesworkshop hatten Sie die Aufgabe, eine Stadt zu bauen, die den Wünschen des Kunden entspricht. Hauptarbeitswerkzeug der simulierten Produktentwicklung: LEGO. Eine schöne Art, auf technologische Komplexität zu verzichten und dennoch viele Aspekte wie Qualität, Teamwork und Konstruktion zu erleben.

Die Vision des Kunden - gefertigt von drei Scrum TeamsIn mehreren Sprints bauten die Studenten in drei Teams Häuser, Hochschule, Bushaltestelle, Kindergarten und Krankenhaus. Erst langsam mit etlichen Mängeln aus Kundensicht, dann immer schneller und zuverlässiger genau das, was sich der Auftraggeber vorstellte.

Dementsprechend war auch das Feedback positiv: Das tatsächliche Erleben von Scrum wurde geschätzt wie auch der Spaß beim Erlernen.

Die Intensität der Praxisprojekte in diesem Studiengang ist übrigens besonders hoch, wie Studiengangleiter Prof. Dr. Daniel Görlich betonte. In diesem Sinne wünsche ich viel Erfolg bei der nächsten Spieleentwicklung – im studentischen Team oder beim kommenden Arbeitgeber!